Katharinenmarkt zu Hoya e.V.
Verein zur Förderung und Darstellung historischer Kultur
Zur Förderung und Umsetzung historischer Veranstaltungen und um gleichzeitig
das Bewußtsein für die Erhaltung historischer Werte zu stärken, wurde im April
1997 der Verein "Katharinenmarkt zu Hoya e. V." gegründet. Aus dem Kreis der
aktiven Teilnehmer am mittelalterlichen Katharinenmarkt und weiterer
Interessierter entstanden, hat der Verein mittlerweile fast 100 Mitglieder.
Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, historische Kultur in Hoya und der
Region zu fördern, darzustellen und die dazu notwenidge Öffentlichkeitsarbeit
zu leisten.
In erster Linie richtet der Verein den mittelalterlichen
Katharinenmarktes im September aus, in den das örtliche, alte Handwerk und Gewerbe
eingebunden werden soll, um es zu fördern und der Öffentlichkeit wieder näher
zu bringen. Aber auch die Durchführung und Teilnahme an Veranstaltungen zur
Förderung und Darstellung historischen, insbesondere mittelalterlichen
Kulturgutes gehört dazu.
Ein großer Dank und Anerkennung für den unermüdlichen persönlichen Einsatz und
die geleistete Arbeit für den Verein und seine Heimatstadt Hoya gebührt hierbei
Ulrich Harms, der lange Zeit 1. Vorsitzender und Grafendarsteller war.
Ulrich Harms ist leider viel zu früh verstorben.
Das Hoyaer Land bietet durch die Geschichte der Grafen
von Hoya hier besondere Möglichkeiten, Heimatgeschichte für Bewohner und
Besucher des Hoyaer Landes darzustellen und erlebbar zu machen, und damit die
Erinnerung an historisches Brauchtum und Kulturgut zu erhalten. Die Mitglieder
des Vereins waren in den vergangenen Jahren an der 450 Jahrfeier in Drakenburg
und an der 900 Jahrfeier in Barenburg beteiligt, und nahmen am Bremer
Freimarktsumzug teil. Die Hansekogge wurde begrüßt und es folgte 2004 ein
Auftritt in der Aktuellen Schaubude des NDR-Fernsehens. Die gräfliche Familie
und der Marktvogt mit seiner Enkeltochter Katharina konnten sich hier
werbewirksam für den 12. Katharinenmarkt und die Grafenstadt Hoya präsentieren.
Seit 1995 wurden im Winter in der Reihe der Hoyaer Grafenkonzerte zahlreiche
Veranstaltungen im Kulturzentrum Martinskirche durchgeführt, die allesamt gut
besucht waren und den Zuschauern einen Einblick in die mittelalterliche
Unterhaltungskunst gaben. Musikanten, Gaukler und Possenreißer wurden engagiert
und die Schankwirte und Mägde sorgten für das leibliche Wohl der Gäste.
Eine Vielzahl der Vereinsmitglieder hat sich mittlerweile eine neue Vita
geschaffen und schlüpft nicht nur in ein Gewand, sondern wird zur historischen
Figur.
Handelnde Personen
Aber nicht nur wenn Markt gehalten wird zu Ehren der Grafentochter Katharina,
werden schier mehr als eine Handvoll illustrer Gestalten der Hoyaer
Vergangenheit lebendig.
Als da wären....
-
die Grafentochter Katharina, die, nunmehr Äbtissin im Kloster
Wienhausen, in Begleitung der ehrwürdigen Schwestern den Markt besucht und
sich ein wenig den weltlichen Genüssen hingibt.
- Der Grafensohn Gerhard, Domprobst und zu späterer Zeit Erzbischof von Bremen,
der darüber wacht, dass etwaigen Ausschweifungen wird Einhalt geboten durch
geistliche Obrigkeit.
- Der Vertreter des Grafen, Marktvogt Hans von Soltau der Schlächter von Hoya,
von den Marktleuten gefürchtet ob seiner Strenge und von jedermann geachtet,
wacht er darüber, daß die Marktordo eingehalten wird und niemand Händel statt
Handel treibt, Rauferey beginnt, mit falscher Münze heimzahlt oder sonst wie
zuwiderhandelt.
- Die holde und stattliche Gräfin Mechthild zu Braunschweig-Lüneburg, welche bekannt für
ihre Sittsamkeit und Tugendhaftigkeit, aber zuweilen auch recht launisch sein
kann, vornehmlich wenn es gilt den Grafen zum Öffnen der Geldschatulle zu bewegen.
- Graf Otto III von Hoya und Bruchhausen, gerecht, wortgewandt und wie man
weiß den weltlichen Genüssen nicht im Übermaß zugetan. Von ihm daselbst wird der Markt
mit wohlgesetzten Worten eröffnet und mit unermesslich großer Weisheit hält er
Gericht.
- Wo es gilt die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich zu lenken, stehen dem
Grafen und dem Marktvogt die gräflichen Businenbläser zur Seite. Geübt im
Setzen von Signalen jeglicher Art auf Langfanfaren und Businen, begleiten
sie die Würdenträger und künden mit lautem Schall ihr Kommen. Gleichwohl
verstehen sie auch mit Sackpfeifen und Trummen zum Tanze aufzuspielen.
- Wir haben aber auch die Handwerker wie Mario Weiß, Susi Göllner, um nur zwei
beim Namen zu nennen - absolute Fachkräfte beim Aufbau und in der Getränkelogistik,
Heino den Herrscher der "Rattenburg"- das Materialdepot des Vereines - der auf
dem Markt in die Rolle des Spielmannes von Comes Vagantes schlüpft und ab dann
mit Leib und Seele den Ziegensack spielt. Hans-Dieter Schmitz, auch Schmiddi
genannt, der die Rolle des Bischoffs niedergelegt hat, aber beim Auf- und
Abbau des Marktes eine Kapazität ist.
- Die Brauergesellen um den Braumeister Thomas Stuckenborg - eine Anlaufstelle für
Ehrengäste und Sponsoren, so das der Braumeister hier auch als
Unterhaltungskünstler seine Fähigkeiten unter Beweis stellen muss, was ihm
eindrucksvoll gelingt.
- Daneben Reinhard Endress mit seiner Schankmannschaft die mittlerweile schon
Zapfprofis geworden sind.
- Die Versorgungsstände besetzt u.a. mit Karl-Heinz Krebs, Annette Krebs, Helmut Thöming,
Monika Schmiedeskamp, Marlies Soltau mit Tochter Vanessa, unserem Grillmeister
Guntram dem Feuergeprüften, Ulrich Rüter und Sandra Büntig sowie Susanne Neuwehrt,
die extra aus Hessen anreist, Ulrike, die alle fleißig unterstützt
und anderen Helfern. Sie leisten alle Schwerstarbeit, ohne zu klagen und
die Hand aufzuhalten.
- Die Schankmannschaft mit
- Friedhelm Schmiedeskamp, im wahren Leben Ingenieur, ist er auf
dem Markt die Allzweckwaffe der Ausschänker - ein Mann mit Bärenruhe und viel
Markterfahrung.
- Günther den bärtigen Schwaben aus Hessen,
- Bruno, der eigentlich Ralf heißt und aus Braunschweig stammt, fast ein
weitläufig Verwandter von Gräfin Mechthild, der Welfin aus Braunschweig.
- Der gute Geist des Marktes, Ilse Harms, die Mutter der Kompanie, Tänzerin
und noch viel viel mehr.
- Anja Weiß, die neue Gewandmeisterin und Fischverkäuferin an der Seite
ihres Mannes Mario, dem Fischräuchermeister.
- Unsere Musikgruppe Comes Vagantes mit ihrem "Chef" Heino Böttcher und
seiner Familie sowie Neffen Conrad und Philipp nicht zu vergessen einer der
leidenschaftlichsten Musiker der Gruppe, Lars Meyer. Alle diese Künstler sind
aber auch bereit wo anders mit Hand anzulegen.
- Gerd Soltau und seine Frau Silke, die lange bei Comes Vagantes mitgewirkt haben,
jetzt ihre Kraft aber auf allen Bereichen des Marktes andienen. Wo die Not am
größten ist, sind sie bereit, einzuspringen. Die Pfadfinder um Ronald
Röpnack, genannt Rollo, die als geachtete Schergen für Ordnung und
Sauberkeit auf dem Markt sorgen.
- Der Korbflechter Heinz Schreuder, Zinngießer Hartmut Koppermann, Kassenchef
Iko Buscher, der auch beim Auf- und Abbau tatkräftig mithilft und viele mehr,
die sich um keinen Einsatz drücken und immer bereit sind, anderen zu helfen.
- Hofmarschall, Schergen, allerley Kindlein, die Fogelvreien und vieles mehr
bilden das Gefolge des Grafen, wenn dieser sich auf dem Markte zeigt.
Jedoch was wäre ein Markt ohne Handwerker und Händler, die feilbieten, was
sie mit ihrer Hände Arbeit erschaffen oder durch ehrlich Kaufmannswerk erworben.
Neben den Handwerkern und Händlern aus dem Troß der Fogelfreien sind dies
aus dem Hoyaer Land:
- Der Zinngießer (Harmut Koppermann), der allerley Figuren aus Metall zu gießen versteht.
- Die Silberschmiedin, welche wohlgefällig Schmuck für den Minnedienst verfertigt.
- Der Drechsler, fertigt aus einem rohen Holzklotz allerley nützliches für den heimischen Herd.
- Der Holzspielzeughökerer, der Vielfältiges zum Vergnügen der Kindlein feilbietet.
- Die Blumenbinderey, in der trefflich Blumenschmuck für die heimische Kemenate
erstanden werden kann.
- Der Korbflechter, damit die Besucher auch ein Behältnis erwerben können, mit
dem sie all die neu erstandenen Waren im Stil der Zeit in Ihr Heim tragen können.
- ...auf daß niemanden der Hunger oder Durst zwicke dafür sorgen:
- Die Fleischbraterey - Fleisch und Wurst nach alten Rezepturen vom gräflichen
Küchenmeister daselbst zubereitet.
- Die Forellenräucherei vom gräflichen Räuchermeister daselbst zelebriert
- Der Spezereienstand mit Kräuterküchlein und echtem Weserlachs
>
- Die Grafenschänke - Süffig Pihr, Heilwasser und Saft vom Apfel, verzapft von
den Schankknechten des Grafen darselbst.
- Die Weintaverne mit edlen Weinen, die garantiert nicht im Stadtbrunnen wachsen.
- Die Quacksalberey mit dem Hoyaer Magenelixier, geeignet die Würmer aus dem
Leib zu treiben...
- Die Bierbrauer, welche es verstehen aus Hopfen, Malz und Quellwasser
feinstes Bier zu brauen.
Nicht alle der fleißigen Geister und Gewerke konnten hier genannt werden,
es gilt jedoch für alle gleich: Nur durch ihren unermüdlichen und selbstlosen
Einsatz ist es immer wieder erst möglich, solch einen Markt zu richten und die
Hoyaer Grafengeschichte am Leben zu erhalten.
Mitmachen?
Es werden jedoch immer neue Handwerker, Händler, Künstler und alle die Spaß
daran haben, Geschichte und Historie zu leben, gesucht.
Interessierte können sich jederzeit beim Vorsitzenden Hans Soltau
(Tel: 04251/1748) oder seinem Vertreter Helmut Thöming (Tel: 04251/983451)
melden.
Wir freuen uns über jedes neue Vereinsmitglied! Jede helfende Hand ist uns
willkommen! Bitte guckt euch zuerst die Satzung an.
Dann ladet euch einfach den
Aufnahmeantrag herunter. Ausdrucken,
ausfüllen und dann schnell abschicken an:
Katharinenmarkt zu Hoya e.V.
i.N.d.V. Hans Soltau
Fliederweg 2
27318 Hoya
Wir bestätigen euch die Vereinsmitgliedschaft unmittelbar nach Erhalt.
Wenn ihr gar dem Mittelalter "entsprungen" seid oder euch den mittelalten Sitten
und Gebräuchen verbunden fühlt und darüber hinaus daran interessiert seid,
an unserem Markte mit einem Stand teilzuhaben, sind zwei Dokumente für euch von
Belang: Zum einen ist dies die Marktordnung,
in der geregelt ist, wie euer Stand
gestaltet sein darf und zum anderen die Anmeldung,
mit der ihr eure Teilnahme
beantragt. Letztere füllt ihr bitte aus und sendet Sie an die oben genannte Anschrift.
Mit der Anmeldung erkennt ihr die Marktordnung verbindlich an. Eine Zusage zur
Teilnahme kommt per Depesche. Auch nehmen wir unmittelbar nach dem Versand der
Depeche Kontakt mit euch auf, um die Details zu regeln.